In vielen Südtiroler Familien ist die Mehrsprachigkeit gelebte Realität. Dies gilt nicht nur für jene Familien, in denen mehrere der drei Landessprachen vertreten sind, sondern u. a. auch für Zuwandererfamilien.
In einem Vortrag und einem vertiefenden Seminar am 27. September geht die Frankfurter Sprachwissenschaftlerin Elke Montanari auf die Fragen solcher Familien ein. Die Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut und der Verband der Volkshochschulen laden um 20 Uhr ins Bozner Waltherhaus zum Vortrag.
Elke Montanari, die als Referentin gewonnen werden konnte, ist selbst Mutter von Kindern, die mit zwei Sprachen (Deutsch und Italienisch) aufwachsen. Sie wird nicht nur aus dem eigenen mehrsprachigen Alltag erzählen, sondern auch auf Ergebnisse wissenschaftlicher Studien eingehen und zeigen, wie falsche Erwartungen und unbegründete Ängste vermieden werden können.
Wichtig sei vor allem, so Montanari, dass Eltern und Kinder überhaupt miteinander reden, dass aus der Sprache in der Familie kein Kampfplatz werde und dass zu Hause jeder die Sprache selbst wählen kann, in der er oder sie sich äußern möchte.
Der Vortrag „Wenn Kinder mehrsprachig aufwachsen – Tipps für Eltern“ findet im Bozner Waltherhaus statt, der Eintritt ist frei. Am Freitag, 28. September wird zum selben Thema auch ein vertiefendes Tagesseminar angeboten (Informationen und Anmeldungen dazu: 0471/061444).