Die liebevolle Beziehung innerhalb der Familie und besonders zu den Kindern und die Unterstützung bei der Erziehungsarbeit standen im Mittelpunkt des Ausbildungskurses, den elf Familien-Trainerinnen im Frühjahr erfolgreich abgeschlossen hatten. Veranstalter war das Katholische Bildungswerk. Das Konzept entwarf die Psychologin Manuela Oberlechner aus Kufstein, die den zehntägigen Ausbildungslehrgang leitete. Unter anderem gehörte dazu Kinder- und Jugendpsychologie, aber auch die Strategien der Gesprächsführung.
"Besonders wichtig ist, dass das Konzept sehr praktisch orientiert ist. Viele Eltern haben Hemmungen, wenn das Thema zu akademisch angegangen wird. Unsere Trainerinnen sind selber Mütter oder kommen aus sozialen Berufen", betont die Kursleiterin. Die Eltern sollen befähigt werden, alleine mit ihren Schwierigkeiten zurechtzukommen. Kurz nach Kursende wurde auch das Internetportal eingeführt, das gut angelaufen ist. Unter www.family-support.net können alle Beteiligten Informationen weitergeben.
Eine Patin wird sich in Zukunft um den Erfolg des Projektes bemühen. Martina Ladurner, selbst seit kurzem Mutter und im Bereich Frau und Familie engagiert, wird den Initiatoren und Trainerinnen zur Seite stehen. Sie wurde vom Katholischen Bildungswerk kontaktiert; man suchte eine "Identifikationsfigur" - und Ladurner sagte gerne zu. Mit ihrem Engagement will sie nun dazu beitragen, dass das Thema Familie noch mehr Platz bekommt in der Politik. Auch glaubt sie, dass es sinnvoll wäre, ein eigenes Berufsbild Familien-Trainer zu schaffen. "Es wäre eine Absicherung für die auf diesem Gebiet Tätigen selbst und gleichzeitig eine Qualitätsgarantie für die Hilfe suchenden Eltern", meint Ladurner.