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„Die Südtiroler Bevölkerung soll im Alter abgesichert sein“
PensPlan und der Katholische Verband der Werktätigen (KVW) gehen in Zukunft gemeinsame Wege – zumindest was die Altersvorsorge betrifft. Die beiden Institutionen haben ein landesweites Netz an Beratungsstellen aufgebaut, um die Bevölkerung noch besser über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten zu informieren.
„Die Renten werden immer geringer, die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt. Die Frage, die sich jeder Bürger stellen muss, kann daher nur lauten, ob man im Alter finanziell ausreichend abgesichert ist“, brachte Landeshauptmann Luis Durnwalder die Ist-Situation auf den Punkt. „Denn die Höhe der Auszahlungen wird sich in Zukunft nach den geleisteten Einzahlungen richten“, warnte der Landeshauptmann und Vizepräsident der Region.

Insgesamt sieben Infopoints

Damit sich die Bevölkerung ein besseres Bild über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten machen kann, werden in Bozen, Neumarkt, Meran, Schlanders, Bruneck, Brixen und Sterzing insgesamt sieben Infopoints eingerichtet. „Bisher war es so, dass die Berater von PensPlan die Interessierte in ihren Büros über die verschiedenen Möglichkeiten informiert haben. In Zukunft übernehmen diese Aufgabe die Mitarbeiter des KVW, die eigens dafür geschult wurden“, erläuterte Michael Atzwanger, der Generaldirektor von Pensplan auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, bei der das Projekt den Medien vorgestellt wurde. „Mit dem KVW haben wir einen kompetenten Partner gewonnen, der bei den Bürgern einen sehr großen Vertrauensvorschuss genießt“

In einem halbstündigen Beratungsgespräch werden von den Mitarbeitern des KVW die individuelle Versicherungssituation des Anfragenden analysiert, die in Frage kommenden Vorsorgemodelle erläutert und eventuelle Beitragszahlungen, bzw. die Renditen errechnet. „Jedem Anfragenden wird eine Mappe ausgehändigt, in der alle relevanten Unterlagen zur Zusatzrente gesammelt werden können“, erklärte Atzwanger.

Objektive Beratung

Die Beratung an sich soll objektiv sein. „Wichtig ist, dass der Bürger die Notwendigkeit einer Zusatzrente erkennt. Ob er sich dann für ein Produkt auf dem das Logo PensPlan steht, oder für ein anderes, bleibt ihm selbst überlassen“, unterstrich PensPlan-Direktor Professor Gottfried Tappeiner. „Allerdings ist es von Vorteil, wenn sich die Person für ein regionales Produkt entscheidet, da das Geld in Form von Steuerrückzahlungen wieder an das Land fließt.“ Ein großes Anliegen sei es auch, jene Bürger, die finanziell nicht so gut dastehen, für eine ausreichende Absicherung zu motivieren. „Ein europäisches Problem ist, dass sich die Besserverdiener absichern, die weniger gut Dastehenden allerdings nicht. Das soll in Südtirol besser gemacht werden.“

Ziel: 100.000 Eingeschriebene

Heuer haben sich bereits 6.000 Menschen neu für ein Zusatzrentenprogramm eingeschrieben. „Unser Ziel ist es, dass wir heuer die 100.000-er Marke erreichen“, sagte die Landesrätin für Zusatzrenten Martha Stocker.