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Südtiroler ArbeitnehmerInnen informieren über „Kinderbetreuung in Südtirol“ / Das Kind im Mittelpunkt
Kinderbetreuung ist eine Querschnittsaufgabe, die sowohl für das Land als auch für die Gemeinden eine große Priorität einnimmt. Die ArbeitnehmerInnen luden kürzlich zu einem Informationsaustausch der drei zuständigen Landesräte Otto Saurer, Sabina Kasslatter Mur und Richard Theiner mit den zuständigen GemeindereferentInnen und BürgermeisterInnen.

Aufgrund der gewandelten Familienstrukturen reagiert die Landesregierung mit der Schaffung neuer Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die bisher getroffenen Maßnahmen zielen darauf ab, den tatsächlichen Bedürfnissen der Südtiroler Familien gerecht werden, deshalb werden sie regelmäßig ausgewertet und verbessert.

Im Rahmen eines Informationsaustausches der für Kinderbetreuung zuständigen Landesräte Otto Saurer, Sabina Kasslatter-Mur und Richard Theiner mit GemeindereferentInnen und BürgermeisterInnen der Arbeitnehmer wurde eingehend über bestehende Strukturen diskutiert. Vielfach kamen technische Unklarheiten zur Sprache, z.B. Versicherungsfragen bzgl. der Begeleitpersonen für den Schülertransport oder bei der Organisation von Sommerbetreuungsangeboten für kleine Gemeinden.

„Die Rückmeldungen der Zuständigen in den Gemeinden ist uns sehr wichtig, in Sachen `Kinderbetreuung` sind das Land und die Gemeinden Partner im Dienste am Bürger. Diese Zusammenarbeit wollen wir fördern“, so der Arbeitnehmerchef Reinhold Perkmann in seinen Ausführungen.

Die Anwesenden tauschten sich über unterschiedliche Lösungsansätze aus und wünschten sich vor allem frühzeitige Information und Unterstützung bei der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen. Die Zukunft wird immer mehr zeitliche Flexibilität der Kinderbetreuungsangebote fordern und es nötig machen, dass sich alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens an dieser wichtigen Aufgabe beteiligen. So wünschen sich die GemeindereferentInnen mehr Einsatz auch der wirtschaftsnahen Verbände.

Kritisch betrachtet wurden schlussendlich auch die Förderkriterien, die wiederum Frauen in unsichere Arbeitsverhältnisse führen oder gar in Schwarzarbeit.

Landesrat Richard Theiner erinnerte an die bisherigen Errungenschaften in der Südtiroler Familienpolitik und verwies auf den hohen Standart der bestehenden Angebote und deren Akzeptanz in den Gemeinden. 

Auf Projekte wie „Das Elterntelefon“, der Wettbewerb „Familienfreundliche Unternehmen“ und die Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenzen beider Elternteile ging die Landesrätin Sabina Kasslatter Mur ein.

Schullandesrat Otto Saurer betonte, dass unser Kindergartensystem eine Vorreiterrolle einnehme und ganz bewusst nicht als soziale Einrichtung sondern eben als Bildungseinrichtung gehandhabt werde. Zur Ausweitung des Kindergartendienstes auf die Sommermonate gebe es zahlreiche Gespräche, dabei müssten noch viele Details geprüft werden

Ein wichtiger Punkt wird die Finanzierung der Maßnahmen bleiben, die aufgrund der großen Bedeutung familienfreundlicher Politik in Südtirol bei politischen Entscheidungen eine wichtigere Rolle spielen muss. Die anwesenden Landesräte betonten vor allem drei Säulen der Kinderbetreuungsangebote: Die Qualität der Betreuungsdienste, die Finanzierbarkeit und die Zuverlässigkeit.