Die Spitze des neu gegründeten Sozialrings Südtirol, angeführt von Präsident Heiner Schweigkofler, hat Landeshauptmann Luis am Freitag empfangen. Der Sozialring hat dem Landeshauptmann dabei drei Anliegen vorgebracht, die Durnwalder im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen will.
Vorgebracht hat die Spitze des Sozialrings drei Anliegen. In Zukunft will man dem Sozialwesen im Vorfeld der Lösung gesellschaftspolitischer Fragen mehr Gehör verschaffen und die Sozialverbände zu einer dritten Säule neben Arbeitgebern und -nehmern aufbauen.
Die zweite Forderung des Sozialrings zielt in Richtung einer verstärkten Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit als Stütze des Gemeinwesens. Auch solle sich die öffentliche Hand an einer Lösung des Problems der Haftung der Ehrenamtlichen beteiligen. Und schließlich pocht der Sozialring auf die Subsidiarität im Sozialwesen und eine bessere Aufgabenteilung zwischen privaten und öffentlichen Anbietern.
"All diese Forderungen haben ihre Berechtigung und wir werden nun prüfen, inwieweit sie auch in der Praxis umsetzbar sind", so der Landeshauptmann. Besonders in der Frage des Gehörs für die Sozialverbände weist Durnwalder darauf hin, dass der Zusammenschluss der Sozialverbände zum Sozialring eine Erleichterung auch für die Landesregierung sein könne.
"Wir wissen so, dass es einen Ansprechpartner gibt, der eine breite Palette der im Südtiroler Sozialwesen Aktiven repräsentiert", so der Landeshauptmann heute nach dem Treffen mit der Führungsspitze des Südtiroler Sozialrings.
Der Sozialring Südtirol ist ein Zusammenschluss der Caritas, der Vereinigung "Confcooperative", des Dachverbands der Sozialverbände, des KVW und des Bundes der Genossenschaften.